Advent

Navigation


    Experten warnen vor Erdrutsch-Gefahr auch in Sachsen-Anhalt

    Teilen
    avatar
    LU babbe bülow2

    Anzahl der Beiträge : 98
    Anmeldedatum : 26.10.10
    Alter : 25
    Ort : Neu-Horst

    Experten warnen vor Erdrutsch-Gefahr auch in Sachsen-Anhalt

    Beitrag  LU babbe bülow2 am Di Nov 02 2010, 20:24




    Halle (dapd). Nach dem Erdrutsch im thüringischen Schmalkalden warnt das Bergamt von Sachsen-Anhalt auch für dieses Bundesland vor Erdfällen.

    Dort ereignen sich im Schnitt zwei solcher Phänomene pro Woche, schreibt die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe). Sachsen-Anhalt gilt damit im bundesweiten Maßstab als besonders betroffen. Gründe dafür sind zahlreiche Salzlagerstätten und Karstgebiete sowie die vielen Relikte des Altbergbaus.

    Derzeit registriert das Bergamt einen starken Anstieg von Kraterbildungen, was auf die enormen Regenmengen der vergangenen Wochen zurückzuführen sei. Es komme dabei in der Nähe der Erdoberfläche zur Bildung von Hohlräumen, die dann einstürzen. Darüber hinaus sorge auch der Altbergbau immer wieder für Einbrüche an der Erdoberfläche. Normalerweise registriere man 50 pro Jahr, schreibt das Blatt. 2010 sind es aber bereits 120. Betroffen sind vor allem Flächen über alten Braunkohle-Tiefbauen. Weil es sich dabei oftmals um wilde Gruben handelt, die in keiner Karte verzeichnet sind, seien diese besonders problematisch. Sicherungsmaßnahmen könnten meist erst erfolgen, wenn sich das erste Loch bereits aufgetan hat.

    1000 LKW-Ladungen nötig, um das Mega-Loch von Schmalkalden zu stopfen




    Schmalkalden (dpa) - Der riesige Krater in Schmalkalden hat eine natürliche Ursache, sagen Geologen. Der Bergbau wurde als Grund ausgeschlossen. Das fast kreisrunde Erdloch hatte zunächst einen Durchmesser von gut 35 Metern. Um ein Loch von diesem Ausmaß zu füllen, ist die Ladung von etwa 1000 großen Lastwagen nötig.

    An dem gewaltigen Krater in einem Wohngebiet im südthüringischen Schmalkalden sollen so schnell wie möglich die Sicherungsarbeiten beginnen. Der riesige Schlund müsse mit Kies verfüllt werden, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU).

    Allerdings sei die Stabilisierung des Erdloches schwierig. So brach am Montag an den Rändern der Grube immer wieder neue Erde ein. Auch bereiten die Hanglage und die enge Straße Probleme für den Einsatz schwerer Technik. Das weiträumig abgesperrte Erdloch wird rund um die Uhr von Polizei und Feuerwehr beobachtet.

    In der Nacht habe der Krater nicht mehr gebröckelt, hieß es am frühen Dienstagmorgen im Lagezentrum des thüringischen Innenministeriums. Es habe auch keine weiteren Absenkungen gegeben. Unklar sei aber, ob das für die Sicherung nötige Gerät schon am Dienstagmorgen am Unglücksort einsatzbereit sei.

    Der Krater hatte sich urplötzlich in der Nacht zum Montag in der Wohnsiedlung aufgetan. Ein Auto rutschte in die Tiefe, die Straße und Teile von Garagen brachen weg. Das fast kreisrunde Loch hatte zunächst einen Durchmesser von gut 35 Metern. Neun Häuser wurden geräumt, 25 Menschen mussten vorerst eine neue Bleibe suchen. Wann sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können, ist offen. Wie durch ein Wunder war durch das Unglück niemand verletzt worden.


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: So Jul 22 2018, 00:10